Studium mit anthroposophischem Vordergrund

Wie erfährt man von anthroposophischen Bildungsmöglichkeiten? Wie findet man weitere suchende Menschen?

Ausgangslage

Allein an der Freiburger Universität studieren etwa 25.000 Menschen, im Stadtgebiet sind weitere fünf Hochschulen ansässig. Aber ich suchte beinahe vergebens auf den abendlichen Vorträgen an den Freiburger Waldorfschulen, auf den Veranstaltungen der Christengemeinschaft oder im Rudolf-Steiner-Haus nach weiteren jungen interessierten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich unter all diesen Menschen nicht mehr als fünf anthroposophisch interessierte finden.

Etwa zeitgleich sprach mich Elisabeth Rybak von „Selbstbestimmt Studieren“ an. Neben ihrem Studium hatte sie mit anderen einen anthroposophischen Studienkreis um Daniel Hafner aufgebaut. Dieser Kreis war über die Zeit recht exklusiv geworden, es kamen immer wieder die selben Menschen zu den Seminaren. Doch wer Bildung nicht als persönlichen Vorteil sieht, erkennt schnell dass es einen neuen Weg der Bewerbung braucht. So trafen zwei Perspektiven um das selbe Problem zusammen, als Elisabeth mich fragte ob ich für diesen Zweck nicht eine Website schaffen könnte.

Zwischenergebnis

Bildschirmfoto der Website „Junges Anthroposophisches Seminar“.
Bildschirmfoto der Website „Junges Anthroposophisches Seminar“.

Für die Website haben wir uns einen Fokus gesetzt: Wir wollen dort Studienveranstaltungen mit anthroposophischem Vordergrund für junge Erwachsene zusammentragen, eben eine Brücke schlagen zwischen Suche und Angebot. Außerdem haben wir uns vorgenommen, dass wir von allen Veranstaltungen, die auf der Website gelistet sind, eine Ahnung haben. Wir wollen mit unserem Namen hinter dem Projekt stehen, und darum auch den persönlichen Kontakt pflegen zu dem, was auf der Website ausgeschrieben steht.

Seit Oktober ist die Website in einer ersten Version online. Es gibt einen Kalender mit der Möglichkeit sich zu den Veranstaltungen anzumelden. Darüber hinaus gibt es ein Verzeichnis für Lesekreise und eine Blog-Funktion.

Technische Umsetzung

Ich hatte genügend Wissen, die Aufgabenstellung so einigermaßen zu überblicken. Gerne hätte ich das Thema Webdesign ad acta gelegt, da es für mich doch alles andere als erfüllend ist. Aber wissend, dass es in Elisabeths Umfeld niemand anderen gibt, der ein solches Projekt mit ausdauernder Zielstrebigkeit umsetzen würde, nahm ich ihre Bitte an.

Es dauerte ein Jahr, bis endlich eine Website online war. In dieser Zeit wurde zunächst die Idee konkreter, und schließlich führte auch die Suche in der Umsetzung zu Ergebnissen. Eines ist jetzt online, ohne nennenswerte Betriebskosten.

Die Funktionen sind simpel. Ein Kalender mit Anmeldemöglichkeit, ein Verzeichnis von Lesekreisen und eine Blog-Funktion. Es ist rudimentär gehalten, um zunächst auch die Rezeption beobachten zu können. Sollte das Projekt anklang finden, bestehen Möglichkeiten und Ideen zur weiteren Ausgestaltung.

Wichtig war uns die leichte Aufindbarkeit der Informationen. Die interessierte Leserin soll einfach zu ihren Themen finden. Dazu braucht es klug gesetzte systematische Verweise, denn redaktionell wäre das nicht zu bewerkstelligen.

Nächste Schritte

Nun ist unsere nächste Aufgabe, Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt zu betreiben. Denn die Website wird erst dann sinnvoll, wenn wir tatsächlich viele Menschen erreichen – solche die Veranstaltungen suchen genauso wie jene, die Veranstaltungen anbieten. Überhaupt auch an all jene, die sich allein auf weiter Flur fühlen, zu kommunizieren, dass es viele weitere Menschen gibt, die wirklich anthroposophisch interessiert sind, wäre ein schönes Ergebnis dieser Arbeit.

Sollte das Projekt Anklang finden und uns gelingen mit der Website das beschrieben Problem zu bessern, bestehen Möglichkeiten und Ideen zur weiteren Ausgestaltung der Website.

Schaut vorbei auf der Website des „Jungen Anthroposophischen Seminars “!

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