Straße, die nächste – Impressionen der Südargentinienreise

Die Zukunft planen.

Nun ist es schon Mitte Mai. Die Frage nach der Lebensgestaltung brennt – im Juli sollte die Bewerbung für die Universität eingereicht sein. Doch was will ich überhaupt? Möchte ich studieren? Wenn ja, was?

Die Frage der eigenen Lebensgestaltung ist schwierig. Sehr. Hängt sie doch neben Wünschen auch einfach vom Möglichen ab. Schnell läuft man in eine falsche Richtung, sodass binnen kurzer Zeit das eigentlich Gewollte fast ungreifbar wird.
Die Ideen,  welche man erwägt, wollen in dieser Weise Überdacht sein. Und dann stellt sich natürlich die Frage, wie ich mit dem Geld hinkommen werde…

🔗Wie finde ich, was mir gefällt?

Hast du eine Idee, was du verändern möchtest; weist du, welche Arten der Lebensführung du bewunderst, welche Art von Lebensweg für dich der richtige sein könnte; hast du eine erste Idee, wie es für dich Anfang vierzig aussehen soll?

Dann nimm alle diese Punkte mit einer argentinischen Gelassenheit (denn es wird erstens sowieso alles anders und zweitens als geplant) und schaue, ob die Gedanken und Optionen, die du im Augenblick wälzt, in etwa mit diesen Fragen und Vorstellungen vereinbar sind. – Auf welchem Wege auch immer.

Das Wichtigste generell wird sein, keinen Augenblick im Leben zu versäumen reflexiv auf das zu schauen, was gerade geschieht und geschehen ist; und sich klar zu sein, was einem wirklich wichtig ist – dabei muss es nicht ein Ziel sein, was ich konkret mit Worten benennen kann; wenn ich eine Idee dessen habe, dann reicht das durchaus aus .

Lebensgestaltung – verschiedene Möglichkeiten
Selten ist der breiteste oder direkteste Weg auch der schönste, der mit den meisten Erfahrungen.
Siehst du den Sandweg neben der Straße?

Neben diesen Aspekten denke ich mir zur Beruhigung auch, dass es schon viele Menschen gab, die einen sehr kurvigen Lebensweg gegangen sind, ohne dabei am Ende weniger glücklich an ihr Ziel gelangt zu sein.
Wenn ich also etwas beginne und feststelle, dass ich mich geirrt habe, dann ist das einzig Richtige, ehrlich zu sich zu sein. In diesem Sinne schadet es aber auch nicht, die Dinge einfach auszuprobieren! Also sich bewusst für einen Studiengang zu entscheiden mit dem Wissen, dass ich auf diese Weise Zeit erhalte, einen Einblick zu gewinnen, der mir so oder so weiterhilft. Im Falle dass ich den Studiengang wechsle oder ihn als richtig empfinde und ihn beibehalte.

🔗Mein Fazit dieser Gedanken

Hier in Argentinien sagt man gerne „de una“ und meint eine kaum überdachte Handlung. Also etwas einfach zu machen, man wird ja schon sehen. Genau das wird es vermutlich sein, was mir bei meiner Entscheidung helfen wird. Unbeachtet der Zweifel, ob die Zeit, die mir bleibt, für ein Studium reicht oder nicht – einfach in die Welt gehen, genießen, dass ich jung bin (und frei – weil ich keinen Arbeitsplatz zu hüten habe).
Dies ist eigentlich auch eine Lebensform, die ich mir gut vorstellen kann. Denn ich habe mir vorgenommen nicht spießig den Gesellschaftswillen zu erfüllen, möchte es anders machen, persönlicher und – freier. Doch die Angst vor unserem Gesellschaftssystem sitzt tief… – dass das Geld nicht reicht, ich zu spät mit dem Studium beginne, keinen Einstieg in den Arbeitsmarkt finde – ich denke irgendwie wird die Lebensgestaltung schon. Deshalb möchte ich mich aufmachen und zeigen, dass es anders geht.

Solange ich den Willen habe etwas zu tun und dies versuche zu tun, bleibe ich auf dem Weg und verharre nicht, kann neues probieren und nachher berichten, ob es funktioniert oder nicht. 🙂

Ein Gedanke zu „Die Zukunft planen.“

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