Archiv der Kategorie: Seminar

Die Mauer als Fluchtursache

Wie eine Mauer Neugierde weckt auf das Unerreichbare dahinter und so zur Fluchtursache für Menschen wird, die den grausamen Weg übers Mittelmeer wählen. Und warum diese Reisenden in Europa dann in die Illegalität abrutschen. Das war das Thema der kleinen Schauspielszenen, die uns Riadh Ben Ammar während des Rückkehrseminars darbot.

Riadh Ben Ammar wirft ein neues Licht auf die Diskussion zur Fluchtursache.
Riadh Ben Ammar arbeitet bei seinem Ein-Mann-Theater bloß mit Dialogszenen und seinem Schatten. Requisiten braucht er keine.

Riadh Ben Ammar stammt selbst aus Tunesien und engagiert sich mit seinem „Theater für Bewegungsfreiheit“ (siehe Stiftung :do und æ act) für das Reiserecht von Tunesiern in Europa. Mit sehr eindrucksvollen kleinen Dialog-Szenen schildert er seine Sicht auf das Thema: Dass diese Grenze, die für Tunesier zwischen ihrem Land und Europa liegt, die eigentliche Fluchtursache, die eigentliche Motivation zum Reisen sei.

Ein Gedanke, den ich so interessant fand, dass ich darüber gerne schreiben wollte. Ich beschreibe hier den Weg, den Riadhs beispielhafter Tunesier Sami auf seiner Reise nahm.

🔗Samis Weg nach Europa

🔗Das Visum

An tunesischen Stränden tummeln sich europäische Touristen. Sie haben Geld, leben im Wohlstand und können sich leisten, sich in der Sonne zu fläzen. Und vor allem: sie dürfen es! Sie können in einen Flieger steigen, bekommen ein Visum und können andere Länder nach Belieben bereisen.
Sami hat ebenfalls das Bedürfnis, die Küste jenseits des Mittelmeeres kennen zu lernen. Die Mauer als Fluchtursache weiterlesen

Das Rückkehrseminar – Wiedersehen in Helmarshausen

Vergangenes Wochenende fand das Rückkehrseminar der Freiwilligen aus Lateinamerika statt. Dort trafen sich all die Freiwilligen des vergangenen Jahres aus Mexiko, Kolumbien, Ecuador, Peru, Chile, Uruguay und Argentinien wieder. Gemeinsam hatten wir das Vorbereitungsseminar besucht, gemeinsam reflektierten wir nun über unser Jahr.

Am Vormittag noch mit yep! beschäftigt, brauchte ich einen Moment, bis ich mich auf dieses Seminar am Freitagnachmittag einlassen konnte. Doch die besondere Energie, die sich an diesem Ort in der Jugendherberge Helmarshausen zwischen den beinahe achtzig jungen Menschen entwickelte, ergriff mich bald.

Als Auftakt zum Rückkehrseminar machten wir einen Spaziergang während dessen wir einem anderen Freiwilligen, geführt von bestimmten Fragen, die bedeutendsten Punkte unseres Freiwilligendienstes schilderten. Erzählen sollten wir von den schönsten und schwierigsten Situationen während des Jahres, von uns wichtigen Personen und von Eigenschaften und Fähigkeiten, die wir während des Jahres erlangt oder ausgeprägt haben. Das Rückkehrseminar – Wiedersehen in Helmarshausen weiterlesen

Buenos Aires – Das Zwischenseminar

Tigre – Eine Schiffsrundfahrt in einem Vorort von Buenos Aires.

Das Zwischenseminar ist Teil der Seminarreihe zum Freiwilligendienst. Eigentlich ist es nur für Teilnehmer des weltwärts-Programmes vorgesehen.

Der Ort an dem wir das Zwischenseminar verbrachten: Das Hotel Bauen.
Dieses Schild, auf einer innenhofähnlichen Dachterasse angebracht, ist auf wunderbare Weise Zeichen des Zustandes des Hotels. Ein wenig marode aber im Kern durch und durch es selbst: Bauen Hotel.

Doch da die „Freunde“ die beiden Programme „weltwärts“ und „IJFD“ gleichstellen, sahen sich auf diesem Seminar alle Freiwilligen der Länder Chile, Uruguay und Argentinien wieder. Und zwar wirklich alle. Bisher gab es wohl nur wenige Jahre, in denen bis zu diesem Zeitpunkt niemand seinen Dienst abgebrochen hatte.

🔗Themen des Zwischenseminares

Auf dem Zwischenseminar ging es vor allem darum, dass wir uns darüber Gedanken machen sollten, was wir bereits erreicht haben, und was wir in den verbleibenden Monaten noch machen möchten. Dabei schauten wir stets auf verschiedene Ebenen. Zum einen natürlich unsere Arbeit im Projekt (der Schule, dem Kindergarten, Bauernhof oder den vielen anderweitig sozialen Einrichtungen, in den wir Freiwillige arbeiten). Dann aber auch die familiäre Seite bei unserer Gastfamilie und auch im Hinblick auf die Kultur und andere soziale Kontakte. Wie weit waren wir schon in Verbindung mit anderen Menschen, jenseits von Familie, Projekt und uns Freiwilligen, in Verbindung gekommen? Buenos Aires – Das Zwischenseminar weiterlesen

Single Story – die einzelne Geschichte

Der Begriff „Single Story“ ist für sich einfach erklärt. Das Problem dahinter ist aber komplexer, da es mit Gewohnheiten und Bewusstsein zu tun hat.

Dieses Thema sprachen wir auch auf dem Vorbereitungsseminar an.

🔗Single Story?

Nach einem Vortrag von Chimamanda Adichie ist die Single Story einfach eine Geschichte von vielen. Die Single Story birgt aber insofern eine Gefahr in sich, als dass sie droht als einzige Darstellung ihren Inhalt zu stereotypisieren. Die Darstellung einer Gegebenheit wird verallgemeinert und als einzige Sichtweise angenommen. Hierdrin liegt die Gefahr von Single Stories. Sie bilden dem Zuhörer oder Leser ein scheinbares Gesamtbild, ohne dass die Möglichkeit einer anderen Sichtweise eingeräumt wird. Single Story – die einzelne Geschichte weiterlesen

Bald geht ’s los! – das Vorbereitungsseminar

Tja, die Zeit rast dahin. Gerade habe ich mein Abitur gemacht und schon bin ich auf dem Weg zum Vorbereitungsseminar. Noch auf dem Weg dorthin bereite ich mein Referat vor – ich fand vorher keine Zeit, dies zu tun.

🔗Das Vorbereitungsseminar

Achtzig junge Menschen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, die alle nach Lateinamerika wollen, um dort einen Freiwilligendienst zu leisten. Doch was heißt „Freiwillig“ und was bedeutet „Dienst“?

Diese und viele weitere Fragen besprachen wir auf dem Vorbereitungsseminar in Helmarshausen. Dabei war das Seminar abwechslungsreich und gut geplant.
Viele Länderspezifische Themen betrachteten wir in Ländergruppen, also in Gruppen unterteilt nach Reiseländern. Die Gruppe der Freiwilligen, die nach Argentinien ausreisen werden, ist über dreißig Personen groß. Bald geht ’s los! – das Vorbereitungsseminar weiterlesen