Impressionen III

In den letzten anderthalb Monaten war ich viel unterwegs in der Gegend rund um Carlos Paz. Nun möchte ich hier wieder einmal ein paar wenige Bilder für die Reihe Impressionen auswählen und kommentieren.

Impressionen des Río SAn Antonio nach Sonnenuntergang.
Der Río San Antonio bietet jeden Tag ein anderes Bild. Das Schwinden des Tageslichtes hier zu beobachten, bereitet mir besonders Freude.

Abends gehe ich gerne mal an den nur wenige Minuten entfernten Fluss San Antonio. Das hat mehrere Gründe.
Zum einen ist es dort direkt am Wasser ein wenig kühler. Zum anderen setzte ich mich dort gerne hin um Musik zu hören und – solange es an dem Tag dann noch hell ist – zu zeichnen oder zu schreiben. Ich habe das für mich als eine gute Möglichkeit gefunden, über den Tag zu reflektieren und mich wirklich zu mir zurückzuziehen.

Ich habe hier einfach noch stärker als in manchen Momenten Daheim erlebt, dass es mir sehr wichtig ist, Musik zu hören, die mir gefällt und die ich kenne. Das ist für mich einfach eine Möglichkeit, mich wirklich zu entspannen.

🔗Los Gigantes

Am dritten Novemberwochenende war meine Gastfamilie mit Merle und mir in Los Gigantes, der Sierra westlich von Carlos Paz.

losgigantes_carlospaz_1Die Langschaft dort ist beeindruckend. Eigentlich eine Gebirgskette, wird diese von verschiedenen Hochebenen unterbrochen. Dadurch ergeben sich sehr unterschiedliche Lebensräume.

losgigantes_pflanzen_1Auf den Hochebenen, wo der Wind drüber fegt und die Sonne herunter brennt finden sich kaum größere Pflanzen als Gräser vor. In Tälern und Senken hingegen floriert es im wahrsten Sinne. Dort stehen kräftige Bäume und geben den kleineren Pflanzen zusätzlichen Schutz durch ihren Schatten. Und dann gibt es noch die Berghänge – steinig und vom Klima gezeichnet.

Impressionen auf der dem Cerro Los Gigantes vorgelagerten Hochebene.
Während im Vordergrund ein kleiner Bach die Weise grünt erkennt man im Hintergrund den höchsten Rücken dieser Sierra (etwa 2300 Meter Höhe).

🔗Águila Blanca

Am darauf folgenden Wochenende war die Secundaria (siebte bis zwölfte Klasse) in Águila Blanca campen.

Ein beispielhafter Berghang aus der Region rund um Águila Blanca.
Ein beispielhafter Berghang aus der Region rund um Águila Blanca.

Wieder eine so beeindruckende Landschaft. Ganz anders als in Tanti oder Los Gigantes. Den Mittelpunkt des Camps stellte eine mehrstündige Wanderung durch die Heide dar. Es gab dort keine Wege oder Wandermarkierungen. Es ging einfach quer feldein, bis wir an den Fluss gelangten.

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Der Fluss schließlich, zu dem wir gewandert waren. Es ist übrigens ein Teil des Río San Antonio, der im weiteren Verlauf dann bei mir vorbei fließt.

Für mich war dieses Camp sehr schön, weil ich die Schüler ein wenig näher kennen lernen konnte und auch noch einmal eindrücklich erleben konnte, wie die Klassen zusammen agieren. Durch die kleinen Klassengrößen ist es viel stärker eine Schülergemeinschaft, denn verschiedene Klassen.

(Águila Blanca liegt übrigens ein klein wenig südlich von Carlos Paz und ist ein sehr kleiner Ort. Nicht jener weit nördlich von Córdoba, der bei Internetsuchen angezeigt wird).

🔗Río San Antonio

Río San Antonio, Carlos Paz
Etwas südlich von meinem Hause der Fluss an einem warmen Tag.

Da ich mich recht häufig am Río aufhalte, gibt es auch einige Bilder von ihm.
Hier noch zwei weitere – eines  etwas weiter südlich vom Haus entfernt und eines nach Regen mit etwas erhöhtem Wasserstand.

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Der Río San Antonio nach Regenfällen mit leicht erhöhtem Wasserstand.

🔗Capilla del Monte

Dieses Wochenende waren Merle und ich sowie andere Mitmenschen in Capilla del Monte. Dort trafen wir dann Freiwillige aus Buenos Aires, die das lange Wochenende genutzt hatten um sich Córdoba anzusehen.

Ausblick auf einen der höchsten Gipfel der Sierra Chica.

Zunächst legten wir auf dem Weg nach Capilla del Monte einen Zwischenstopp in La Falda ein und führen von dort zu den Siete Cascadas. Doch diese Wasserfälle waren weiträumig umzäunt und es hätte nicht wenig Eintritt gekostet. So entschlossen wir uns, den oberhalb der Wasserfälle liegenden Stausee zu umwandern.

Säpter dann fuhren wir weiter nach Capilla del Monte.

🔗und zum Schluss…

… ein Bild, dass ich vor langer Zeit schon machte, aber erst nun veröffentlichen wollte. Und eines vom Mittelpunkt Argentiniens am Stausee.

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Ein Sonnenuntergang im August auf dem Campo, wie der Reitplatz etwas außerhalb der Stadt von meiner Gastfamilie genannt wird.
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Der Stausee von den Chicas aus gesehen. Mittig im Hintergrund, wo die Flagge an der Küste aus den Bäumen ragt, befindet sich der Playa Federal – der Mittelpunkt Argentiniens.

2 Gedanken zu „Impressionen III“

  1. Mich würde interessieren, wie ländlich der Ort ist, an dem du wohnst, oder wie abrupt der Übergang von Stadt zu Land verläuft und wie das mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen ist, da man auf dem Bild von dem Fluss nahe deiner Behausung ja gar nichts Urbanes entdecken kann.

    1. Auf diesem Bild aus dem August siehst du, wie der Fluss zwischen den Häusern liegt.
      Der Übergang ist ähnlich wie in Deutschland. Irgendwann kurz nach dem Ortsschild werden die Häuser weniger und hören dann auf. Speziell hier im Valle de Punilla, dem Tal in dem Carlos Paz liegt, gibt es wenig Agrarwirtschaft. Die die Stadt umgebende Landschaft lässt sich am besten mit Heide bezeichnen: Kleine, dornige Bäumchen und Sträucher auf dörren Wiesen über große Flächen.
      Rund um die Stadt Córdoba, östlich der Sierra Chica gibt es dann schon deutlich mehr Landwirtschaft, wie auf dem Satellitenbild im Beitrag die Lage zu sehen ist.

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